Internationaler Isarlauf 2004

So., 16. - Sa. 22. Mai 2004

Was ist das für ein Lauf?    Anreisetag    Training    Tabelle meiner Ausrüstung

Vorgeschichte: Wie alles anfing :)))

Im Februar 1999 lief ich den ersten Wettkampf meines Lebens, einen 10 Kilometer Lauf in Weinsberg (Heilbronn), eineinhalb Jahre später, im September 2000, meinen ersten Marathon. Im folgenden Jahr 2001 "konsolidierte" ich meine Kondition, lief manche "kurze" Wettkämpfe und absolvierte fünf Marathons. Das Jahr 2002 begann ganz harmlos, hatte im Juli mit dem Zermatt Marathon einen unerwarteten Höhepunkt, im Oktober lief ich meinen ersten Ultra Marathon (Schwäbische Alb 50 km) und insgesamt waren es 12 Marathons in 2002, die ich mal schnell (2), mal mehr oder weniger langsam hinter mich brachte. Immer aber freute ich mich auf die Läufe und habe jeden - auf seine Art - genossen. In 2003 dann die Steigerung - die erfolgreiche Teilnahme am Marathon des Sables. Danach ging es Schlag auf Schlag: Rennsteig - Biel - Schw. Alb Marathon und damit hatte ich den Europacup der Ultramarathons erfolgreich bestanden. Ende des Jahres war ich 8 Marathons und 7 Ultras gelaufen.

Was würde 2004 bringen. Wer mich und meine Lauffreunde kennt, weiß, dass Bernhard stets nach einer Steigerung verlangt und tatsächlich, er wurde fündig. Der Internationale Isarlauf Mitte Mai 2004, von der Isarquelle im Karwendelgebirge (Österreich) bis zur Mündung in die Donau. Insgesamt 324 Kilometer, verteilt auf fünf Tage, das klang recht anspruchsvoll.

Ich musste nicht lange überlegen und meldete mich noch im September 2003 an - es durften nur 45 Läufer teilnehmen und ich wollte kein Risiko eingehen. Tatsächlich war ich dann auch als 12. auf der Starterliste, bezahlte sofort die komplette Startgebühr (328 Euro) und machte mir nicht weiter Gedanken. Irgendwie würde ich das schon schaffen.

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Der 1. Internationale Isarlauf

Erst Mal in wenigen Worten eine Beschreibung des Laufes:

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Anreisetag - So., 16.5.

Mit dem Zug ging es von Stuttgart (10.13 Uhr) über München nach Scharnitz (an 14.13 Uhr). Beim Warten auf den Anschlusszug auf dem Bahnsteig in München wurde ich von Sigrid Eichner als Isarläufer identifiziert und angesprochen; gemeinsam mit Rainer Wachsmann fuhren wir dann bis Scharnitz. Unterwegs begann es zu regnen und als wir in Scharnitz ankamen regnete es immer noch. Da jedoch der Wetterbericht besseres Wetter für den kommenden Tag vorhergesagt hatte, störte mich das nicht weiters. Mit uns stiegen eine Menge Läuferinnen und Läufer aus und gingen die ca. 300 m zum Hotel "Risserhof". Auch Angela und Edgar waren dabei. Die Beiden hatte ich beim Marathon des Sables 2003 kennengelernt; zwei Ultraläufer, die keine Gelegenheit ausließen, wenn sich ein interessanter Lauf anbot.

Im Risserhof saß man recht gemütlich im Gastraum, der für uns Isarläufer reserviert war, konnte sich kennenlernen und auch gleich seine Startunterlagen bei Helmut Schieke abholen. Nachdem ich ein Käsebrot gegessen hatte, Getränk natürlich Mineralwasser, ging ich zum Bahnhof, um Bernhard vom Zug abzuholen. Irgendwann gegen 18 Uhr gab es Abendessen und danach das sogenannte Briefing, d.h., der kommende Tag wurde vorgestellt, die Strecke, usw. Am nächsten Morgen mussten wir bald aufstehen, also ging ich anschließend auf mein Zimmer, das ich gemeinsam mit Bernhard hatte. Ich organisierte noch meine Laufkleidung für den kommenden Tag und beide lagen wir dann kurz vor 22 Uhr im Bett.

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Salatbuffet
PICT0029.JPG Georg, Bernhard, Rainer, Karlheinz, Klaus PICT0032.JPG

Briefing
PICT0034.JPG
Bernhard

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Training

Diesmal wollte ich es besser machen, als bei der Vorbereitung auf den Marathon des Sables. Damals hatte ich in den letzten 10 Wochen des Jahres zu wenig getan und musste danach mühsam wieder einigermaßen meine Kondition aufbauen. Das sollte mir diesmal nicht so gehen, vor allem war der Lauf doch noch eine Steigerung gegenüber dem MdS, statt 230 km jetzt 320, statt 6 Tagen nur fünf, also keinerlei Ruhepause und auch noch ein Zeitlimit, das doch sehr viel enger war. Diesen Anforderungen musste ein qualitatives Training gegenüberstehen.

Oktober bis Dezember 2003

Der Schwäbische Alb Marathon im Oktober, der Siebengebirge Marathon im Dezember und drei kleine Wettkämpfe waren alles in diesen drei Monaten, aber dafür ein ordentliches Training bewahrten mir meine gute Form. Wochenumfänge von durchschnittlich 55 Kilometern waren so, dass ich Zeit zur Regeneration hatte, aber auch in Form blieb.

Januar 2004 (313 km)

Durchschnittliche Wochenkilometer 78 und am Ende des Monats der 50 km-Lauf in Rodgau. Das Ergebnis war mit 5:04:03 sehr erfreulich, die 5km-Zeiten ziemlich gleichmäßig, die letzten beiden 5km-Runden waren sogar die schnellsten. Und zum ersten Test lief ich dann am nächsten Tag 13 Kilometer. Nun ja, die 66 Kilometer des 2. Tages des Isarlaufs hätte ich nicht geschafft, von den nächsten drei Tagen ganz abgesehen, aber es ging und ich hatte ja noch drei Monate Training.

Februar 2004 (322 km)

Durchschnittliche Wochenkilometer 80, nochmals eine leichte Steigerung und in der KW 8 das erste Mal über 100 Wochenkilometer (109). Auch beim Halbmarathon in Weinsberg war ich deutlich schneller (6 min) als im Vorjahr, mein Training zahlte sich aus.

März 2004 (457 km)

Ein erster ernsthafter Test war der "Doppeldecker": Samstags der 6-h-Lauf in Nürnberg (59 km) und am nächsten Tag der Marathon in Kandel. Bernhard macht auch mit und beide bestanden wir eigentlich mit Bravour. Einen dritten Tag hätte ich allerdings nicht anhängen wollen, dazu war ich bei beiden Läufen zu schnell unterwegs: 6:06 km/min in Nürnberg, 6:47 km/min in Kandel. Wenn ich da jeweils zwei Minuten pro Kilometer langsamer war, dann könnte es klappen. Beide waren wir optimistisch und doch voll Respekt vor der großen Herausforderung. Was würde der schwache Leib sagen, wenn wir ihn fünf Tage hintereinander mit jeweils 60 Kilometer und mehr belasten würden?

Durchschnittliche Wochenkilometer 109 (114-128-107-86) und keine Beschwerden. Ich hatte das Gefühl, dass mein Leib Woche für Woche besser mit der Belastung fertig wurde.

April 2004 (409 km)

Gleich zu Beginn (4.4.) lief ich den Marathon in Paris. Eigentlich wollte ich da mal wieder an meine Bestzeit rankommen. Allerdings gelang mir das nicht ansatzweise; zuviele Läufer (ca. 30.000) behinderten und ließen kein kontinuierliches Tempo zu. Dazu kam, dass ich nur lange Läufe trainiert hatte, jedoch keine schnellen. Das einzige was dabei herauskan, war ein geschwächter Körper, leichte Erkältungserscheinungen und zwei Wochen lang weniger Trainingskilometer.

Zu Beginn dieses Monats lief ich deutlich weniger (64 und 69 Kilometer), zum Einen um den Paris Marathon zu verkraften, zum Anderen sagt auch die Trainingstheorie, dass man dem Körper nach mehreren Wochen hoher Umfänge eine Woche mit weniger Kilometern Zeit zur Regeneration geben muss.

Die nächsten beiden Wochen dann erhöhte ich wieder (98-105) und begann auch, mehrere Tage (4 bzw 5) hintereinander zu trainieren. Der Körper sollte sich an die fünf Tage Laufen gewöhnen. Natürlich lief ich nicht die Umfänge wie beim Wettkampf, aber das ist auch nicht nötig. Da mein Trainingstempo immer zwischen 6:00 und 7:00 lag hatte ich für den Wettkampf noch genügend Reserven, denn dort waren nur 10:00 gefordert.

KW 18: Mit 129 Kilometern meine "längste" Woche. Fünf Tage hintereinander: 19-26-25-25-34 Kilometer und keinerlei Probleme. Am ersten und dritten Tag lief ich mit 5:50 und 6:00 recht flott, ich wollte meine Tempohärte trainieren, denn ich hatte nicht vor, die 10:00/km im Wettkampf auszunützen. Auch am letzten Tag blieb ich noch unter 7:00 pro km, ich hatte ein gutes Gefühl :-))).

Mai 2004 (148 km)

Eine Woche lang wollte ich noch steigern und dann wieder reduzieren.

KW 19: Die vorletzte Woche. Was ich bis jetzt nicht an Kondition hatte, würde ich wohl durch Training nicht mehr bekommen. Jetzt galt es, die Form zu halten. Zwar trainierte ich auch in dieser Woche nochmals fünf Tage hintereinander, aber mit 15-15-15-17-25 Kilometern deutlich weniger. Ein Wettkampf am vorletzten Tag (16,6 km) zeigte, dass ich tempomäßig noch gut in Form war. Mit 4:48 km/min auf der bergigen Strecke in Feuerbach erreichte ich meine Bestzeit bei diesem Wettkampf. Mein Optimismus wurde gestärkt

KW 20: Nun ja, zweimal laufen, 27 Kilometer insgesamt, Regeneration war angesagt.

KW 21: Der Isarlauf beginnt :-)))

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Meine Ausrüstung

Das Gesamtgewicht des Gepäcks darf 20 kg nicht überschreiten, kein Problem, mit den in der Tabelle angegebenen Teilen komme ich auf nicht ganz 17 kg und habe durchaus den Eindruck, dass ich zuviel dabei habe.

Vorschrift
Anzahl
Kommentar
vom Arzt unterschriebenes Zertifikat    
Schlafsack Salewa Diadem 300   Hat sich meim MdS mehr als bewährt, selbst in kältesten Nächten nicht gefrore, muss also auch für den Isarlauf genügen.
Matte Therme-A-Rest    
Trinkflasche mit Gurt    
Verbandszeug    
Tafelbesteck    
Pass oder Personalausweis    
Fahrkarten Hin- Rückfahrt    
Lauf-Kleidung
   
Paar Socken 4 war ok
Lauf-shirts kurze Ärmel 3  
Lauf-Shirt ohne Ärmel 1  
Lauf-Shirt lange Ärmel 1  
Lauf-Unterhemd kurze Ärmel 2  
Lauf-Unterhemd lange Ärmel 1  
Laufhose lang 1  
Laufhose kurz 1  
Laufunterhose 2  
Laufjacke warm 1 war glücklicherweise unnötig
ärmellose Laufweste 1 war glücklicherweise unnötig
Regenschutzjacke 1 war glücklicherweise unnötig
Waschlappen 1 unbedingt notwendig während des Laufs!!!
Mütze 1 war unverzichtbar
Buff 1 war glücklicherweise unnütig
Paar Handschuhe 1 war glücklicherweise unnütig
Paar Laufschuhe 2  Kayano, NB 1023
Trainingshose 1  abends nach dem Lauf
warme Jacke 1  abends nach dem Lauf
Paar Sandalen 1  
Kleidung sonst
   
T-Shirt 3  
Anreisekleidung    
Unterhose 3  
warme Jacke 1  
Nahrungsmittel
   
Ultra-Refresher   keine Ahnung ob's geholfen hat
Glas mit Deckel 1 zum Mischen des Refreshers
Energie drink 6 x 500ml andere trinken Kaffee ich eben sowas
Körperpflege
   
Seife    
Zahnbürste+Creme    
Duschgel    
Handtücher 2  
Tape    
Desinfektionsmittel    
Sonnencreme    
Bandage, elastische Binde    
Labello    
Feuchtigkeitscreme 150 ml    
Toilettenpapier trocken 1 Rolle   na ja, eine kleine Rolle
28 x Feuchttücher + 6 Einmalwaschlappen    
Voltaren (meine Schulter?)
   
Aspirin10 St    
Vitamine E (15) + C (15)    
Sonstiges
   
Fotoapparat (Konica Revio KD-420Z), Speicher, Netzteil, Anleitung    
Polar Sendergurt, Anleitung Uhr 1 hab ich nie angehabt
Wäscheklammer 10 einmal benötigt
Taschenmesser 1 nie benötigt
Taschenlampe 1 einmal benötigt
Sicherheitsnadeln 10  
Plastiktüten 5 Schmutzwäsche, usw.
Erstzbrille 1 sicher ist sicher
Nähzwirn + Nadel + Schnur    
Schreibzeug: Stift, Heft A5    Tagebuch!
Geld, EC-Karte    

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Letzte Änderung:
13. August 2009

Fragen und Anregungen:
webmaster@familie-ostertag.de